Es gibt einen großen Unterschied zwischen „an Gott glauben” und „mit Gott leben”.

Als ich neulich beim Juwelier war und nach einem Kreuzanhänger suchte, sagte mir die Verkäuferin, dass sie leider nicht mehr so viel Auswahl hat, weil der Hype um Kreuzanhänger immer größer wird und die Verkaufszahlen immer weiter steigen.

„Darum sollt ihr sie an ihren Früchten erkennen.”
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Matthäus‬ ‭7‬, 20‬ ‭

Eigentlich ist es egal, wo du hinschaust.
Gefühlt trägt jeder zweite einen Kreuzanhänger oder hat ein Kreuz auf seinem Leib tätowiert.

Was das Tattoo vielleicht schon verrät:
Ich denke, dass ein wirklich gläubiger Mensch/ein Mensch, der sich entschieden hat Jesus zu folgen, keine Tätowierungen hat bzw. sich nach seinem Glaubensbekenntnis nicht weiter tätowieren lässt.

Warum?

Oder wisset ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden heiligen Geistes ist, welchen ihr von Gott empfangen habt, und daß ihr nicht euch selbst angehöret?”

1. Korinther‬ ‭6‬,19

Warum und wie könnten wir also etwas so Heiliges bemalen? Einen Tempel, der nicht mal uns gehört, sondern uns geschenkt wurde?

Und ja… es gibt viele von uns, die Tattoos tragen (ich inklusive) obwohl sie Jesus folgen, weil diese einfach in einer früheren Zeit entstanden sind. In einer Zeit, in der wir an Gott glaubten. Ja wirklich glaubten und doch nicht mit ihm lebten.

Ich meine… selbst der Teufel glaubt an Gott. Nur folgt er ihm nicht. Lebt er nicht mit ihm. Führt er keine Beziehung mit ihm.

Sie, die an Gott glauben, glauben zwar an ihn und doch sündigen sie.

Sie, die mit Gott leben, glauben an ihn und folgen Jesus.

Das ist ein wesentlicher Unterschied.
Denn wie gesagt… selbst der Teufel glaubt an Jesus.

Genau deshalb versucht er ja immer wieder, uns vom rechten Weg abzuringen.

Also was heißt es nun mit Gott zu leben und Jesus zu folgen?

„Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit.”
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Galater‬ ‭5‬,22

Siehst du das?

Wie viele Menschen kennst du, die so leben?
Die so leben/lieben/handeln aus reinem Herzen/aus der Freude zu geben und nicht, um dafür etwas zu bekommen?

Denn die Wahrheit ist… viele Menschen sind freundlich, friedlich, lieben. Doch viele tun es, weil sie sich in Wahrheit erhoffen etwas vom Gegenüber zu bekommen?

„Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine;”
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Psalmen‬ ‭139‬:‭23‬

„Erkenne, wie ich es meine…”
Deshalb erhalten viele nicht das, wonach sie sich sehnen – besonders wenn wir uns das in Bezug auf romantische Beziehungen anschauen. Weil sie geben, um zu bekommen. Lieben, um Liebe zu bekommen. Die Liebe wird zu einem Tauschgeschäft. Und wenn dieser Tausch nicht erfüllt wird… ist das Drama groß.

Wahrlich, haben wir nicht wirklich gelernt einfach aus der Freunde heraus zu geben und zu lieben. Oder vielleicht konnten wir es als Kinder und umso mehr wir in die Erwachsenenwelt eintauchten, desto mehr haben wir es vergessen/verlernt, weil wir uns auch gleichzeitig von Gott entfernten.

Vor einiger Zeit fragte mich während eines Gebetes Gott etwas:

“Wie verhältst du dich einem Menschen gegenüber, von dem du nichts mehr brauchst? Von dem du rein gar nichts willst? Gleichgültigkeit oder liebevoll?

Ich denke, dass diese Frage sehr vieles verändert, wie wir durch die Welt gehen und mit Menschen umgehen. Zumindest hat sie das bei mir. Sie zwingt dich zu einer anderen Art von Reflektion.

Und nun… was machen Menschen, die zwar an Gott glauben, jedoch nicht mit ihm leben?

„Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinigkeit, Ausschweifung; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Ehrgeiz, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Mord; Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, daß die, welche solches tun, das Reich Gottes nicht ererben werden.”
‭‭

Galater‬ ‭5‬, 19‬-‭21‬

Siehst du das?
Ist das nicht verrückt?

Wie all das uns in der heutigen Zeit, in unserer Gesellschaft uns tagtäglich begegnet? Egal wo wir hingehen.
Nicht nur durch Menschen, die offen sagen, dass sie nicht an (einen) Gott glauben.

Auch durch jene, die an Gott wahrlich glauben.
Die sich mit einem Kreuzanhänger schmücken, seinen Namen in den Mund nehmen und gleichzeitig sündigen.

Und weißt du was? Niemanden kann ein Vorwurf gemacht werden. Denn all die Sünden wurden normalisiert. Doch tief im Herzen wissen wir alle, dass all das falsch ist. Einfach falsch.

Würden die Menschen wirklich wissen und verstehen, was das Kreuz bedeutet, würden sie sich erkennen und anders handeln.

Und hier schließt sich wieder der Kreis:
„Darum sollt ihr sie an ihren Früchten erkennen”.

Schau auf die Taten eines Menschen.
Wie er lebt, sein Lifestyle, wie er mit anderen Menschen umgeht, über andere Menschen spricht – nicht auf die schönen Worte, die aus den Mund kommen.

Eins möchte ich noch hinzufügen:

Ich möchte nicht so tun, als gebe es einen perfekten Menschen. Ich wage auch zu bezweifeln, dass es jemals einen Menschen geben wird, der all diesen weltlichen Einflüssen einfach so widerstehen kann.
Es ist ein täglicher geistlicher Kampf. Eine tägliche Erinnerung, warum wir hier sind und wem wir dienen.
Denn die Erde gehört dem Teufel – wir sehen es überall und er versucht immer wieder, uns in die Sünde hineinzuziehen und greift uns an, z.B. mit Zweifeln, Ängsten, Sorgen und Tausenden von Ablenkungen.

Wenn ich davon spreche mit Gott zu leben und Jesus zu folgen, heißt es einfach, dass wir eine Beziehung zu ihm aufbauen wie zu einem Freund und ihn als Vorbild nehmen. Uns an ihn – seine Kraft – klammern und versuchen, ihm immer ähnlicher zu werden. Und wenn ich sage „klammern“ meine ich wirklich „klammern“. Er ist unsere Festung. Er rettet uns. Er beschützt uns. Seine schützende Hand liegt immer über uns, auch wenn wir dies in dunklen Zeiten anzweifeln.

Vielleicht hast du die Bibel schon gelesen, vielleicht auch nicht.
Dort bekommst du ein gutes Bild von ihm. Seinem liebevollen Charakter und wie er handelt.
Doch was ich dir auch von Herzen empfehlen möchte, ist die Serie „The Chosen”.

Sie handelt von Jesu Geschichte und in dieser Serie bekommst du ein genaueres/visuelles Bild von ihm und von seinem Handeln. Die Serie zu schauen is kein Ersatz für das Lesen der Bibel, doch es ist ein super add on.

Wenn du die einmal gesehen hast wird es dir leichter fallen, die Frage zu beantworten:
„Was würde jetzt Jesus in meiner Situation tun”.
Denn es gibt immer wieder Situationen die eine Aktion erfordern, die sich vielleicht nicht gut anfühlt, doch am Ende die richtige ist.

Wir Menschen haben noch einen weiten Weg vor uns. Vor allem uns in Vergebung und Barmherzigkeit zu üben.

Möge dir dieser Beitrag dir dienen ❤️

Marta 

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