Vom Winde verweht

„… und nun beuge ich mich nieder vor einem Holzklotz.

Wer Asche hütet,/ den hat sein getäuschtes Herz verführt“.

Jesaja 44, 19-20 (EÜ)

Können Dinge, die wir selbst erschaffen haben uns jemals die Sicherheit geben, nach der wir uns tief im Inneren sehnen?

Gott selbst hat den Menschen geschaffen, ihn im Mutterleib geformt – und nun sucht der Mensch jemanden/ etwas, das ihm Sicherheit gibt und ihn errettet.

Er fängt an, Holz zu sammeln, eine menge Holz. Holz, dass irgendwann zu Asche wird – und dieses Holz betet er an.

Irgendwann kommt der Moment, in dem das Holz zu Asche wird und keinen Bestand mehr hat – so wie auch alles, was uns von der Welt suggeriert wird, dass wir „brauchen“, um „sicher“ zu sein. Dass uns in Sicherheit wiegt und uns Halt gibt.

Ist es nicht so, dass die weltliche „Sicherheit“ mit Holz gleichzusetzen ist?

Denn die „Sicherheit“, von der wir denken, dass wir sie haben, kann uns von einem Moment auf den nächsten genommen werden – zerfallen.

Sie ist vergänglich, denn sie zerfällt zu einer gewissen Zeit zu Asche.

Wie Holz zu Asche wird, so zerfällt früher oder später auch die „Sicherheit“, die sich der Mensch selbst geschaffen und angebetet hat.

Geld, Ruhm, Erfolg, Macht, Status… Ja – auch menschliche Beziehungen – familiäre, freundschaftliche – und romantische Beziehungen, können zerfallen.

„Wer der Asche nachgeht, den hat sein betrogenes Herz verführt“.

Jesaja 44, 20

Der Teufel? Der eigene Wille? Der Teufel verkauft, verspricht und verführt. Der eigene Wille – das eigene Ego ebenso. Unser Herz? Wird geblendet und getäuscht.

Wir wurden verführt. Wir haben uns verführen lassen.

Die Welt kann uns nicht retten – wie denn auch? Sie hat uns nicht erschaffen. Nichts, was uns hier zu Erden geboten wird. Nichts, was in dieser Welt liegt, wird uns die Sicherheit geben können, nach der wir uns sehnen. Nichts was in dieser Welt liegt, wird uns jemals retten können.

Wir sammeln Holz. Und gewiss wärmt uns dieses Holz eine Zeit lang und wiegt uns in Sicherheit. Doch auch zerfällt es zu seiner Zeit zu Asche. Und was bleibt ist Staub, der vom Wind verweht wird.

„… wer hölzerne Götzen umherträgt, hat keine Erkenntnis,/ wer einen Gott anbetet, der niemanden rettet.

… Wendet euch mir zu und lasst euch erretten,/ alle Enden der Erde, / denn ich bin Gott und sonst niemand“.

Jesaja 45, 20-22 (EÜ)

-Marta